KONTRAPRODUKTIVE UND VERZWEIFELTE KURS-MANIPULATIONEN
Der Goldpreis hat das Jahr 2012 bei rund 1’550 gestartet und liegt nach einem „Zwischenausflug“ aktuell bei knapp 1’650 US Dollar. In der gleichen Periode vermochte der Silberpreis von tiefen 30 bis auf 37 US Dollar hochklettern und handelt zur Zeit bei unspektakulären 32.5 US Dollar. In den letzten 6 Monaten konnte weder der Gold- noch Silberpreis markant zulegen. Es ist also „nix“ passiert. Fast nichts! Silber handelte im letzten August immerhin noch knapp bei 44 US Dollar und wurde danach mehrere Male abgestürzt und Gold marktierte am 6. September 2011 mit 1’920 Dollar einen neuen nominalen Höchstkurs. Seither musste der Gold- und Silberpreis mehrere Male nach unten manipuliert werden. Das letzte Mal am 29. Februar.
Binnen Stunden und ein paar Tage vor der „Griechenland-Rettung“ musste der Goldpreis erneut eine Runde aussetzen und stürzte von knapp 1’800 um 100 US Dollar in den Keller. Der Silberpreis wurde von über 37 US Dollar wie so üblich in Prozentpunkten massiver runtergeknüppelt als derjenige von Gold. Immerhin mussten die Edelmetallpreis-Manipulatoren (=Goldkartell; namentlich JP Morgan Chase, Goldman Sachs, Deutsche Bank, HSBC, BOA, Credit Suisse mit Hilfe von FED und Co.) mehr als ZWEI JAHRESPRODUKTIONEN ELEKTRONISCHES PAPIER-SILBER auf den Markt „schmeissen“, damit der Silberpreis um knapp 10% gedrückt werden konnte.
Die Finanzelite muss schon ziemlich nervös sein, dass immer wieder solch verzweifelte „Aktionen“ durchgeführt werden. Aber gut, die Chinesen und auch alle anderen intelligenten Anleger freuts, dass uns das Goldkartell in diesen wirren Zeiten zu solchen „Ausverkaufspreisen“ immer noch Gold und Silber kaufen lässt. Diese fraglichen und wirkungslosen EM-Preis-Manipulationen sind aber zunehmend kontraproduktiv. Zum Beispiel hatte beim Silber die Kursdrückung anfangs 2012 bis auf 26 US Dollar zur Folge, dass Investoren Mut fassten und massiv physisch Silber erworben haben, was nun mit jedem potentiell weiteren Drückungsversuch dazu führt und führen wird, dass das Silber für industrielle Zwecke bald nicht mehr aussreicht! Dieses Jahr dürfte die Investoren-Nachfrage nach physisch Silber bald gleich hoch sein wie die Menge, welche für industrielle und andere Bereiche verbraucht wird!
AUSGEHEBELTE SAISONALITÄT
Gold- und Silberpreis verzeichneten in der saisonalen Hochsaison (August/September bis Februar/April) der letzten 10 Jahre meistens beachtliche Kursgewinne (i.d.R. im zweistelligen Prozentbereich). Noch immer „ist Saisonalität“, aber die Preise beider edlen Metalle handeln auf gleichem Niveau wie letzten Herbst. Diese überdurchschnittlichen saisonalen Kurszuwächse waren in der Vergangenheit hauptsächlich auf die erhöhte physische Nachfrage aus Indien zurückzuführen. Indien absorbiert unterdessen knapp 950 Tonnen Gold pro Jahr. Der grösste Anteil davon wird den rund 15 Millionen glücklich verliebten heiratswilligen Brautpaaren verschenkt. Das Hochzeitsgeschenk Nr. 1 in Indien ist PHYSISCH Gold!
Ende 2012 spätestens im 2013 wird Indien als grösster Gold-„Konsument“ von China abgelöst. Die Goldnachfrage aus China hat letztes Jahr etwa 750 Tonnen Gold, der 2’700 Tonnen neu geförderten Menge ausgemacht. Im nächsten Jahr kaufen die Inder und Chinesen über 2’000 Tonnen oder 70% der Neuproduktion. Alleine diese Tatsachen müssten den Goldpreis durch die Decke schiessen lassen.
Aber immer wenn in Brüssel oder Washington „wichtige“ Entscheide gefällt und in den Ratssälen über etwas abgestimmt wird, was die Finanzmärkte „stressen“ könnte, werden beide Metallpreise gedrückt und es werden regelrechte Verkaufswellen inszeniert. In den letzen Monaten ging es immerhin um ESFS, ESM, LTRO im Zusammenhang mit der „Rettung“ Griechenlands und der unzureichenden Kapitalisierung europäischer Bankinstitute. In einem solchen Umfeld DARF der Gold- und Silberpreis nicht steigen. Ein zu starker Gold- oder Silberpreis könnte die „einfachen“ Bürger aufwecken und beunruhigen, was wiederum schon verfrüht zu einem „Bank Run“ führen würde.
PROGNOSEN FÜR 2012
Aktuell strömt das zuviele Geld verstärkt in die Immobilien- und Aktienmärkte, was eigentlich kein grosses Wunder ist. Europäische Staatsanleihen werden gemieden und die US Staatsanleihen machen mit den offerierten Negativzinsen auch keinen Spass mehr. Viele Aktienkurse sind innerhalb einer Woche um über 10% angestiegen und DAX und DOW sind technisch betrachtet nach oben ausgebrochen. Es gibt aber Anzeichen, dass die Luft bald dünn werden könnte. Öl, EURO und Gold sind gute Vorindikatoren und haben seit der „GR-Rettung“ allesamt verloren. Obwohl zum Beispiel das Säbelrasseln rund um das „Iran-Theater“ den Ölpreis weiter in die Höhe treiben sollte, kommt dieser gerade nicht vom Fleck. Somit ist nicht ganz auszuschliessen, dass die Aktienkurse in den kommenden Wochen zumindest technisch nach unten korrigieren, was die Edelmetallpreise ebenfalls in Mitleidenschaft ziehen wird.
Der Goldpreis hat diese Woche bereits eine erste wichtige technische Unterstützung bei rund 1’650 unterschritten. Auf dem untenstehenden Chart kann man gut erahnen, dass der Goldpreis bei 1’550 US Dollar unbedingt halten sollte. Unter dieser Linie wird es richtig ungemütlich. Bis in den Herbst hinein wird der Goldpreis in einem breiten Band (USD 1’480 – 1’770) seitwärts bewegen. Rund um die US-Präsidentsschaftwahlen „erwacht“ dann der Goldpreis ganz nach „Dekaden-Theorie“ und startet ballistisch nach oben. Ende Jahr erreicht das gelbe Metall ein Niveau von 2’000 bis 3’500 US Dollar!
GOLDCHART (3.5 JAHRE)

Beim Silberpreis wird sich ein ähnliches Kursmuster wie letztes Jahr wiederholen. In den kommenden Tagen und Wochen könnte sich die an den Finanzmärkten zurückgewonnene Zuversicht auch positiv auf die Einschätzung der künftigen Konjunkturentwicklung auswirken. Ben Bernanke ist immer noch unzufrieden, wie schleppend sich die US-Wirtschaft und die Situation am Arbeitsmarkt verbessert. Es ist nicht mehr auszuschliessen, dass in den folgenden Monaten das von vielen ersehnte „QE 3.0“ lanciert wird. Da Silber aus der Sicht vieler professioneller Trader und Investoren „lediglich“ ein Industriemetall ist, wird der Silberpreis unter anderem deshalb schon früher das nächste grosse Kursfeuerwerk zünden als der Goldpreis!
Wie einleitend schon bemerkt, wird es wegen der weiter stark zunnehmenden Investoren-Nachfrage und ebenfalls leicht wachsender industrieller Nachfrage zu ersten Engpässen führen. Der Silberpreis kann zwar je nach Intensität der nächsten Kursmanipulations-Versuche nochmals kurzfristig unter 30 US Dollar fallen, aber das zum allerletzten Male in der Geschichte des Silberpreises (in US Dollar gerechnet). Ab Mai/Juni startet der Silberpreis stark durch und überwindet im Sommer die 50er-Marke! Noch bevor das „gelbe Metall“ richtig erwacht, handelt der Silberpreis von Herbstbeginn bis Ende 2012 sehr nervös zwischen 60 und 90 US Dollar hin und her.
SILBERCHART (3.5 JAHRE)

LANGFRISTIGE KURS-PROGNOSEN
Gold ist Geld und Silber wird es wieder. Es sind die beiden sichersten Währungen der Welt, denn sie „gehören“ keiner Zentralbank, keinem Land und geben keine Zahlungsversprechen ab, welche irgendwann nicht mehr eingehalten werden können. Gold und Silber sind das Anti-Papiergeld und deshalb „Finanzstaatsfeind Nr. 1“! Das ist ist der ausschlaggebende Grund, warum sich das „Goldkartell“ täglich viel Mühe gibt, den Gold- und Silberpreis in Schach zu halten und falls für notwendig erachtet nach unten manipuliert! Diese Tatsache macht es vielen Edelmetall-Experten schwer, akkurate längerfristigere Kursziele abzugeben. Ob der Goldpreis in 5 Jahren bei 3’000, 5’000, 10’000 US Dollar oder noch viel höher „handelt“ kommt auch ganz darauf an wie lange die notwendigen Währungsreformen im EURO-Raum aber auch den USA hinausgezögert werden. Der Goldpreis wird in der zweiten Jahreshälfte 2012 deutlich ansteigen und erreicht im Frühling rekordverdächtige 3’000 – 4’000 US Dollar. Danach kommt es wohl zu heftigen Kursschwankungen. Dabei könnte Gold wieder bis auf 2’000 – 2’500 zurückfallen. Eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem Iran ist wohl nur noch eine Frage der Zeit. Russland und China dürften darüber nicht sehr erfreut sein und eine Ausdehnung dieses Krisenherdes in andere Teil der Welt ist nicht auszuschliessen. Der Erdölpreis würde sich in einem solchen Szenario mühelos auf 200 US Dollar verdoppeln. Zwischen dem Gold- und Ölpreis gibt es eine Gewisse Korrelation. Das Gold/Oil-Ratio (GOR) liegt in der langfristigen betrachtungsweise bei 15. 200 US Dollar im Ölpreis X 15 ergäbe somit einen rechnerischen Goldpreis von 3’000 US Dollar.

Kurse von über 3’000 US Dollar por Unze Gold in den kommenden 12 sind unabwendbar! Es gibt aber noch zuviele unvorhersehbare Einflussfaktoren und Szenarien um eine präzise Kurs-Prognose für die nächsten fünf bis zehn Jahre abzugeben. Zum Beispiel kommt es darauf an, WANN der EURO komplett auseinanderfällt und/oder der US Dollar kollabiert. Sicher ist, dass eine Unze Gold in fünf bis zehn Jahren immer noch 31.1035 Gramm wiegt und die Kaufkraft massiv zunehmen und sich vervielfachen wird. Auch werden die Aufschläge auf richtiges physisches Gold verglichen mit dem elektronischen „Funny-Money-Papiergold“ stark ansteigen und Angebot und Nachfrage werden dann erstmals seit Jahrzehnten wieder richtig „funktionieren“!
Kursprognosen einiger Goldexperten (in USD/Unze):
Mike Maloney: 15'000
Howard Katz:14'000
Silver-Coin-Investor.com: 7'000-14'000
Jim Rickards: 4'000-11'000
Roland Watson: 10'800
Arnold Bock: 10'000 (2012)
Porter Stansberry: 10'000 (2012)
Eric Hommelberg: 10'000
silberguru.ch: 6'666-9'999
Gerald Celente: 6'000 - 10'000
Peter Schiff: 5'000 - 10'000 (2015-2025)
Egon von Greyerz: 5'000 - 10'000
Roger Wiegand: 5'000 - 10'000
Alf Field: 4'250 - 10'000
Eric Sprott: 5'000
James Turk: 8'000 (2015)
Harry Schultz: 6'000
Paul van Eeden: 6'000
David Rosenberg: 5'000
Doug Casey: 5'000
Robert McEwen: 5'000
Martin Armstrong: 5'000 (2016)
Ian Gordon: 4,000
Eric Roseman: 2'500 - 3'500 (2015)
John Henderson: > 3'000 (2015-17)
Ian Williams: 3'000
Byron King: 3'000
Es sind nicht sämtliche „Goldexperten“ aufgelistet und Kursziele unter 3’000 US Dollar wurden nicht berücktsichtigt.

Beim Silberpreis wird es NOCH schwieriger, eine genaue Prognose über einen längeren Zeitraum abzugeben. Die physische Silbernachfrage wurde sehr lange Zeit fast ausschliesslich von der industriellen Nachfrage-Situation gesteuert. Die Investoren-Nachfrage überholt die industrielle Nachfrage in den nächsten zwei Jahren. Zwar wird rund 10 Mal mehr Silber (rund 750 Millionen Unzen) aus der Erdkruste gefördert als Gold, aber eine Jahresproduktion Silber gibt es bei aktuellen Kursen zum Schnäppchenpreis von knapp 30 Milliarden US Dollar! Die verhältnismässig einfach abbaubaren Silbervorräte (Schätzungen zufolge etwa 9 Milliarden Unzen) neigen sich dem Ende zu. In der Erdkruste kommt Silber zwischen 10 bis 12 mal häufiger vor als Gold. Sobald die Angebots- und Nachfrage-Situation wieder ihren freien Lauf (ohne Goldkartell und Co.) nehmen, kommt es beim Silberpreis in den nächsten Jahren zu einer explosionsartigen massiven Höherbewertung des Silberpreises. Als die Gebrüder Hunt vor etwas mehr als 30 Jahren (1979/80) den Silbermarkt mit der Hilfe einiger vermögenden arabischen Kunden „aufkaufen“ wollten, ist der Silberpreis in Folge von 2 US Dollar (1973) bis auf 50 Dollar (Januar 1980) hochgeschossen. Das Kursverhältnis zwischen Gold betrug im Januar 1980 rund 13.
Bei aktuellen Preisen beträgt das Gold/Silber-Ratio (GSR) über 50. Das ist eindeutig die Folge der ganzen Preis-Manipulationen, welche hauptsächlich von JP Morgan Chase durchgeführt werden. Auf Grund der geologischen Vorkommnisse in der Erdkruste ist es eine Frage der Zeit, also der nächsten fünf bis zehn Jahre, dass sich das GSR wieder Richtung 10 zurückbildet. (Es ist auch gar nicht ausgeschlossen, dass das GSR unter 10 fällt.
Geht man nun von davon aus, dass sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren das GSR tatsächlich auf 10 bis 15 zurückbildet, der Goldpreis in der gleichen Zeitperiode auf 5’000 bis 10’000 ansteigt, ergibt sich für den Silberpreis ein Kursziel von 330 bis 1’000 US Dollar!Der tatsächliche Kurs liegt wohl irgendwo in der „goldenen“ Mitte. Der Silberpreis wird sich mindestens verzehnfachen und ist damit wohl das beste Investment der nächsten zehn Jahre!
Ich wünsche Ihnen bei Ihren Investitionsentscheiden viel Erfolg.
silberguru.ch
Die Kursziele vom silberguru: Gold – 6’666 und Silber 666 US Dollar!
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