Wolfram zum 2. – Wolfram anstatt Gold

Händler warnen im Internet vor angeblich gefälschten Barren

Es gibt die Goldkäufer, die spekulieren, dass der Preis für das Edelmetall weiter steigen wird. Oder die Gold einfach schön finden, die ihr Vermögen spüren wollen, anfassen. Und es gibt die Argwöhnischen, die der Regierung misstrauen, die befürchten, dass morgen die Welt zusammenbricht, dass Dollar und Euro wertlos würden – dann zähle nur noch das Gold.

Besonders die misstrauischen Anleger informieren sich gerne in Internetforen und Blogs über den neusten Stand am Goldmarkt. Es ist auch der Ort, an dem Verschwörungstheorien aller Art kursieren, etwa in Form von Videos, in denen öffentliche Institutionen wie die US-Notenbank Fed der dreisten Lüge bezichtigt werden.

Im Moment sorgt ein Artikel in der Szene für Furore: In Großbritannien sei ein Goldbarren aufgetaucht, der mit Wolfram gefüllt gewesen sei. Wolfram ist viel billiger als Gold, hat aber eine sehr ähnliche Dichte. Ein Barren Wolfram und ein Barren Gold sind also etwa gleich groß und gleich schwer.

Wolfram, das sonst Glühbirnen Leuchten lässt, bringt jetzt die Kommentarspalten der Goldforen zum Glühen. Dort kursieren derzeit Screenshots, die einen aufgeschnitten Barren zeigen – ein Kilogramm Gold, angeblich mit Originalzertifikat, doch gefüllt mit Wolfram.

Hinter der Aufregung soll eine E-Mail stecken, die von einer Schweizer Firma an Goldhändler verschickt worden sein soll. Ein australisches Unternehmen stellte die Nachricht online. Nun versetzt sie die Goldgemeinde in Aufregung.

Demnach sei einem Händler in Großbritannien ein Goldbarren in die Hände gefallen, der beinahe perfekt schien: Eine Routineuntersuchung mit Röntgenstrahlen habe ergeben, dass der Barren zu 99,98 Prozent aus Gold bestehe. Doch der Händler zeigte sich misstrauisch und legte den Barren auf die Goldwaage und stellte fest, dass ihm zwei Gramm an Gewicht fehlten. Danach habe er den Barren durchgeschnitten. Zum Vorschein gekommen sei ein Kern, der zu fast zur Hälfte mit Wolfram gefüllt war – und dementsprechend weniger wert.

Die Schweizer Firma, von der die Warnung vor dem Betrugsfall stammen soll, konnte auf Anfrage der SZ bis Redaktionsschluss nicht sagen, ob jemand aus dem Unternehmen eine entsprechenden Hinweis per E-Mail verschickt hat.

Dass der steigende Goldpreis Kriminelle inspiriert, ist nicht neu. 2008 kam es zu einem spektakulären Fall: Betrüger hatten der Staatsbank von Äthiopien kiloweise gefälschtes Gold untergejubelt. Der Schwindel kam erst ans Licht, als Äthiopien einige der falschen Goldbarren an Südafrika weiter verkauft wollte. Dort untersuchten Experten die Barren und stellten fest, dass statt Edelmetall lediglich vergoldete Stahlbarren geliefert worden waren – nur die Außenhülle war aus Gold.Bastian Brinkmann

Quelle: www.sueddeutsche.de

Silber der KaufKraftTurbo! (Teil 1)

Bevor sie nun gleich lesen dürfen, warum ich daran festhalte, dass Silber das beste Wertaufbewahrungsmittel der nächsten Jahre ist und bleibt, (im Teil 1) ein paar Worte zur Lage der Nationen und deren Währungen. Vieles davon wissen sie sicher schon, aber für einige Leser sind die folgenden Worte vielleicht auch Neuland und stehen in der Solinger messerscharfen Art und Weise weder in der deutschen FAZ oder NZZ und der „mind-boggling“ 20 Minuten-Gratis-„Zeitung“.

PAPIERGELD

„Was haben Politiker und Papiergeld gemeinsam? Genau, beide geben ein „Versprechen“ ab und halten es auf Dauer nicht ein oder durch!“

Politiker geben unglaublich viele, scheinbar einleuchtende und bürgernahe Wahlversprechen ab, welche sie selten oder nie einhalten. Papiergeld oder Wertpapiergeld „verhält“ sich über die Dauer nicht viel anders! „Es“ gibt ein ebenso mehr oder weniger besichertes Zahlungsversprechen ab. Dieses Versprechen kann von entsprechenden Institution (Notenbanken, Banken, Regierungen, Gläubigern) quasi „über Nacht“ für ungültig erklärt werden. Spätestens seit dem Fall Lehman Brothers, sollten „alle“ Investoren wissen, dass dieses Schicksal auch Wertpapiere ereilen kann. Der Wert von Geld und dessen wahre Kaufkraft ist eigentlich sehr relativ und hat viel mehr mit „unserem“ Glauben und Vertrauen in die Wertigkeit dessen zu tun. Solange die Fehlkonstruktion „Zins“ aber nicht abgeschafft ist, steuern sämtliche Papiergeld-Experimente mehr oder weniger schnell ihrem wahren inneren Wert entgegen und der ist eine dicke fette Null! Betrachtet man allerdings die scheinbar unausweichliche globale Tiefzinspolitik, könnte man auch sagen, der „ZINS“ sei sowieso schon „abgeschafft“!

USA

Sollte man den veröffentlichten Wirtschaftszahlen glauben schenken, dann weist die US-Wirtschaft immer noch ein Wachstum auf. Es werden neue Häuser gebaut, scheinbar ab und zu auch ein paar 10’000 neue Tieflohn-Arbeitsplätze geschaffen. Das befremdet mich und finde ich ein bisschen seltsam. Über 45 Millionen US Bürger (etwa 15%) beziehen Lebensmittelkarten, sprich kein Dach über dem Kopf haben, keine Kreditkarte, kein gar nix (würden in Deutschland mehr als 12 Millionen Bürger Lebensmittelkarten beziehen, dann hätte Deutschland wohl schon längst noch nicht einmal ein Doppel-A-Rating!). In gewissen Städten fehlt schon das Papier für die Lebensmittelkarten und die Löhne für die Beamten können nicht mehr bezahlt werden. Es gibt schon hunderte mittelgrosse Städte, welche offiziell bankrott sind.

Die Wallstreet-Bankster-Gangster schmieren die Polizei, dass diese die friedlichen Occupy-Aktivisten mit Tränengas und Blendgranaten von den heiligen Hallen, des „high-freqency-tradings“, der Edelmetallpreis-Manipulationen, sonstigen „Wir kreieren heute wieder Geld aus sehr dünner Luft“-Nummern und den Länderbonitätsbestimmer-Banditen fernhalten! Gut soviel Geld kriegen diese Polizisten auch nicht, denn es bleiben immer noch knapp 100 Milliarden für Investment Banker Bonis übrig. Die USA der Weltpolizist, welcher sich so rührend und mit ganz viel geborgenem Geld um die globale Demokratisierung bemüht, aber selbst zu einem gesetzlosen totalitären Polizeistaat verkommen ist.

Ganz davon zu schweigen, dass dieses Land seit dem 11. September 2001 den Terrorismus neu definiert, ja schon fast erfunden hat und mit den eigens „formulierten“ hirnrissigen Regeln und Gesetzen die Welt und damit sehr viele unschuldige Menschen behellligt, verdächtigt, foldert und tödet (direkt und indirekt).

Eigentlich ist unterdessen jeder Erdenbürger ein potentieller Terrorist oder Steuerhinterzieher und muss erst einmal den Gegenbeweis erbringen. Die Unschuldsvermutung wurde seit dem 11. September 2001 bigstep by bigstep abgeschafft. Das Motto heisst ganz klar: totale Kontrolle und der George Orwells, lebte er noch heute, müsste man mit einem Nobelpreis für seine 100% reelen Visionen auszeichnen.

Ja, aber kein Wunder im Land der unbeschränkten Möglichkeiten ist eben mehr möglich, ganz nach dem Motto „All countries on planet earth are equal, but United States of America is more equal than others!“. Die USA, ein Land das keine wirklich produzierende Industrie mehr hat, dafür gigantische Schuldenberge, die grösste und schlagkräftigste Armee BUT „and last but not least“ den teuersten Kaffee mit der höchsten Milchkonzentration (Spässchen, lol!). Das Land mit den vielen fettleibigen Menschen, welches seit dem 2. Weltkrieg dauernd im Krieg ist. Die Vereinigten Staaten, mit einem estimierten Bankrottniveau, welches irgendwo zwischen Griechenland und Spanien angesiedelt werden müsste, wären nicht 80% der Rating-Agenturen aus demselben Land!

Eine wirklich kurze und natürlich nicht abschliessende Aufzählung, warum der Herr Bernanke wohl heute schon weiss, dass die Zinsen noch für lange Zeit gar nicht mehr steigen können oder dürfen. Müssten die Zinsen aus irgendwelchen Gründen eigentlich auf 5-6% ansteigen, dann würden die Steuereinnahmen nicht mehr reichen um alleine diese (Zinsen) zu bezahlen, geschweige denn einen einzigen Seal, Marine oder Police Officer! Ja die Finanzindustrie hat es weit gebracht. Nächstes Jahr feiert die 1-US-Dollar-Note, welche seit 100 Jahren immer noch gleich aussieht, immer noch mit dem „big-brother-is-watching-you-Auge-über-der-Pyramide“ und dem netten lateinischen Sprüchen „Novus Ordo Seclorum“, was so viel heisst wie „Neue Weltordnung“ (auf neudeutsch New World Order) vielleicht noch seinen Hundertsten Geburtstag, aber es wird wohl eher ein(e) Trauerfeier(jahr)!

Die Zahlungsversprechen der Federal Reserve – der FED „gehört“ die Privatwährung US Dollar – werden auf mittlere Frist (in den nächsten zwei Jahren) nicht mehr eingehalten werden können. Aber möglicherweise dient das süsse lateinische Sprüchen auf der 1-US-Dollar-Note über sein Fälligkeitsdatum hinaus. Eine Neue Weltordnung, das wünscht sich die Elite.

EURO(PA)

Im Sommer 2007 war der inoffizielle Start der Subprime-Debt- und Banken-Krise. Es dauerte aber doch immerhin ein gutes Jahr, bis dann mit Lehman Brothers eine systemrelevante Bank geopfert wurde. Es hätte auch Merrill Lynch treffen können. Nochmals ziemlich genau ein Jahr später, im November 2009 schwächelte der US Dollar und handelte rund um 1.53 gegenüber dem EURO. Aber dem angeschossenen US Dollar eilte zum Glück (für die USA) der Starinvestor und einer der reichsten Erdenbürger George Soros zur Hilfe und hat auf wundersame und hochintellektuelle Art & Weise entdeckt, dass mit dem Staatshaushalt in Griechenland nicht alles so kosher ist. Eigentlich eine Tatsache, welche schon vor dem EURO-Beitritt von Griechenland, aber auch im Falle von Portugal, Italien und Spanien vielen (Noten)-Bankern schon lange klar war.

Es wurde Weihnachten 2009 und weder Frau Merkel noch Herr Sarkozy wollten Probleme wahrnehmen. Die griechischen Politik haben dann gut 2 Monate beteuert: „Wir brauchen kein Geld und Hilfe von irgendjemandem!“ Angela Merkel zur gleichen Zeit mit Aussagen unterwegs, „dann sollen die halt aus dem EURO aussteigen, wir bezahlen sicher nicht!“, dann plötzlich  „Handgelenk mal Pi“-Schätzungen….Griechenland benötigt „höchstens“ € 20 Milliarden! Dieser Betrag hat sich dann auf unerklärliche Weise innerhalb von knapp zwei Jahren mehr als verzehnfacht!

Es wurde weiter rumgetrödelt und die Finanzmärkte wurden richtig nervös!Am Donnerstag den 6. Mai 2010 hat dann das Finanzestablishment reagiert und den sogenannten „flash crash“ inszeniert und damit die unschlüssigen europäischen Politiker erpresst und in die Knie gezwungen! Bei diesem „flash crash wurde der Dow Jones – bis heute auf noch unerklärliche Weise – innerhalb weniger Minuten um über 1’000 Punkte oder 10% in den Keller „fallen gelassen“.Am darauffolgenden Wochenende folgte der wundersame EURO-Rettungsschirm. Schon alleine das Wort Rettungsschirm finde ich selbst als Schweizer und somit der deutschen Sprache offiziell nicht mächtig sehr suspekt!

Spätestens nach der Concordia-Havarie sollte sich jeder EURO-Bürger lieber Rettungsboote als Rettungsschirme wünschen! Seit dem Mai 2010 ist bis heute weniger geregelt als man damals hoffte. Das Unvermögen der europäischen Politiker der zwar reelen aber trotzdem aus angelsächsischen Dunstkreisen inszenierten EURO-Krise mit klaren und effektiv vereinten Schritten entgegenzutreten, lässt erahnen, dass die Kadenz der EU-EURO-Krisen-Gipfeltreffen wohl auf einen pro Tag ansteigen könnten. Zusätzlich tobt dann noch Wirtschaftskrieg vom feinsten. Die wichtigsten Rating-Agenturen sind wie es der „Zufall“ in der Finanzgeschichte der letzten 100 Jahre wohl so wollte US-gesteuert. Es vergeht in den letzten Wochen kaum ein Tag, an dem nicht irgendein Land mit einer veränderten Bonität und damit verbunden höheren Kosten für Mittelaufnahme am nicht mehr funktionierenden Kapitalmarkt zu kämpfen hat. Deutschland, welche gut informierte und belesene Investoren unterdessen längst als „Deutschland GmbH“ der alliierten Siegermächte nach dem 2. Weltkrieg bennen, macht zwar vordergründig zögerlich jeden Blödsinn mit. Dabei steuert aber das (ge)wichtigste europäische Land mit grossen Schritten auf die gleiche Situation zu, welche vor knapp 100 Jahren zwischen der Weimarer Republik und der Auferstehung des 3. Reiches herschte. Mit ein bisschen „Glück“ werden die Deutschen Sparschafe und Milchkühe innerhalb von 100 Jahren Finanzgeschichte zum vierten Male um ihre enormen Sparguthaben gebracht. Ok, da gibt es Trost aus Griechenland. Die haben das ohne des in einigen Wochen bevorstehenden Bankrotts immerhin schon auf sechs Mal gebracht. Aber jetzt redaktioneller und historischer Sarkasmus einmal beiseite; die Lage in Europa ist äusserst prekär und viel fragiler, als in der pseudo-Fachpresse dargestellt und hat eine Attitüde erreicht, da sind wohl bald zwei EURO-Krisengipfel pro Tag angesagt und das  ESFS-ESM-Rettungsboot auf  1 oder 2 oder 4 Billionen EURO aufzublasen bringt dann auch nichts mehr. Es reichen 5-10% verunsicherte Investorenwelche Ihre Sparguthaben bei Banken abheben, vergolden oder versilbern und dann hat das europäische Bankensystem definitiv innerhalb weniger Tage fertig!!

Kleiner und unwichtiger Vergleich: Der Börsenwert von Apple entspricht demjenigen sämtlicher EU-Banken zusammengezählt und Apple hat erst noch USD 100 Milliarden Cash „in der Kasse“. Das witzige an Apple: Sie brauchen für ipod, phone, mac und Co. ziemlich viel Silber!

Diese kleine Einleitung für das sogenannte „big picture“-Verständnis! An dieser Stelle soll aber schon einmal geschrieben sein, dass es letztlich an uns, dem Volk, den vielen Erdenbürgern liegt, ob wir weiterhin bequem mit wertlosen EURO, USD, CHF usw. bezahlen wollen an dessen Wert glauben. Es liegt an uns ob wir weiterhin 3 von 4 Wochen dafür arbeiten möchten, damit Ende Monat möglichst alle Rechnungen bezahlt sind und vielleicht, veilleicht noch etwas für Spass und Seelenfrieden an wertlosem Geld übrigbleibt! Die zuviele Schulden und das liebe Geld dient leider schon seit langem nicht mehr dem Wohle der Menschheit sondern einer verschwindend kleinen sehr sehr vermögenden Elite. Und mit der Elite meine ich diejenige der industrialisierten westlichen Welt! Für diejenigen, die damals im Geschichtsunterricht als es um die französische Revolution ging, „gerade keinen Bock hatten“, sollten nachlesen, was während den 10 Jahren Revolution mit der Elite „geschehen ist oder besser gemacht wurde“.

PHYSISCH GOLD & SILBER

Wegen diesen besorgniserregenden Entwicklungen und aktuell Zuständen im Finanz- und Politsystem hat sich sogar in den Mainstream-Medien die letzten drei, vier Jahren rumgesprochen, dass physisch Gold und Silber gute Wertaufbewahrungsmittel sind und über die unmittelbar bevorstehenden heftigsten Turbulenzen und Zerwürfnissen an den Finanzmärkten, ihre Kaufkraft mindestens erhalten werden. In diesem Beitrag geht es auch um den KaufkraftERHALT aber noch viel mehr um die mögliche Vervielfachung der Kaufkraft, im speziellen beim Silber. Edelmetall-Investoren sollten sich nach der Lektüre dieses Beitrages auch nicht mehr die Frage stellen, ob der Goldpreis möglicherweise auf US Dollar 5’000 kletterte oder eine Unze Silber tatsächlich über EURO 500 ansteigen könnte. Was nützen diese Kursprognosen, wenn es die eine oder andere Währung nicht mehr gibt oder dann auf jeden Fall das Papiergeld seine Kaufkraft massiv bis ganz eingebüsst hat?

Gold und Silber entfalten dann Ihre voll Kaufkraft, wenn der EURO und der US Dollar entweder Geschichte sind oder dann allermassivste Währungsturbulenzen den Finanzmarkt zusammenbrechen lassen oder gar koordinierte „globale“ Währungsreformen durchgeführt werden. Ist sowieso eines der grossen Ziele der sogenannten Elite!

Bei meiner Recherche für diesen Artikel bin ich bei einem sehr guten Beitrag zum Thema Kaufkrafterhalt hängen geblieben. Er liefert gute Vergleiche, was man heute und damals zurück bis Salomon mit einem Stück Gold oder Silber kaufen konnte. Diese historische Betrachtungsweise wurde von www.foonds.com so gut geschrieben, dass der folgende Text in kursiver 1:1 aus dieser Quelle stammt. Ich hätte es nicht besser schreiben können!

„Kaufkrafterhalt mit Gold und Silber – Mal geht sich ein Maßanzug aus, mal nur einer von der Stange des Diskonters

Inzwischen hinlänglich bekannt ist der Vergleich, dass man sich mit einer Unze Goldes eine gute Toga, Sandalen und einen Gürtel im alten Rom kaufen konnte und dass man sich heute ebenfalls einen Anzug, Schuhe und einen Gürtel darum leisten kann. Beim Goldpreis von aktuell um die 1200 Euro darf’s sogar ein Anzug von Armani, Cerruti & Co sein, auch mit einem günstigen Maßschneider wird es sich noch ausgehen.

60er Jahre bis jetzt

Um die Jahrtausendwende, als die Unze im Tief bei rund 260 Dollar (in Euro war das damals dieselbe Größenordnung) stand, wurde die Sache allerdings schon etwas knapp und es ging sich nur mehr ein Anzug von der Stange beim Kleider-Diskonter (oder ein Ausverkaufsschnäppchen) und ein Paar preiswerter Schuhe und auch kein Etienne Aigner-Gürtel aus. Dagegen konnte man am Ende der vorigen Goldhausse, Anfang 1980, bei einem Goldpreis von 800 Dollar (der Dollar war damals 1,8 DM, also rund 0,9 Euro) und umgerechnet 720 Euro (1440 DM, 10.000 Schilling) beim damaligen Preisniveau aus dem Vollen schöpfen. Ende der 60er Jahr, vor dem Fall von Bretton-Woods, als der Dollar noch 4 DM (2 Euro) kostete, war man dagegen als Anzugkäufer noch in einer etwas prekären Situation. Für die 40 Dollar (160 DM, 80 Euro, 1100 Schilling) dürfte es auch beim Preisniveau von 1968 nur für einen Anzug und Schuhe vom Diskonter gelangt haben. Allerdings musste man sich nicht mehr lange in Bescheidenheit üben, denn der USD-Goldpreis verzwanzigfachte sich in den nächsten Jahren, wobei sich allerdings der Dollar zur DM mehr als halbierte. Bereits 1975 hatte sich Gold jedenfalls in USD vervierfacht und in DM gut verdoppelt.

1833 bis 1960

Der Goldpreis stand jedoch nicht nur Ende der 60er Jahre bei 40 Dollar, sondern bereits seit Roosevelts Goldverbot, also seit 1933, schon bei rund 35 Dollar. Was den Schluss nahe legt, dass man sich in den 30er, 40er und 50er Jahren einen recht hochwertigen Anzug leisten konnte. Blicken wir noch weiter zurück: Zwischen 1833 und 1930 stand Gold wegen des Goldstandards einzementiert bei knapp 21 Dollar, auch damit war natürlich ein Anzug-Topmodell samt Maßschuhen und Gürtel gesichert. Bemerkenswert: Es gab ein Jahrhundert lang keine Inflation, was man sich heute in Zeiten des Papiergeld-Unfugs kaum mehr vorstellen kann: Vielmehr sank das Preisniveau in diesen 100 Jahren sogar geringfügig um etwa 10%.

Deutschland um 1900

Nochmals zurück zu Deutschland: Im Jahre 1900 kostete ein Herrenanzug je nach Qualität zwischen 10 und 75 Mark (http://wiki-de.genealogy.net/ ). Eine Münze mit 3,5 Gramm Gold entsprach 10 Mark. Somit sind 10 bis 75 Mark genau 3,5 bis 26 Gramm Gold oder 1/9 bis 4/5 Unzen (entsprechend 2,3 bis 17 Dollar). Wie man sieht, bekam man also um eine Unze Gold einen extrem hochwertigen oder etliche billige Anzüge. Mit den auf obiger Website angeführten Preise (Löhne, Lebensmittel etc.) lassen sich noch viele interessante Berechnungen anstellen, indem man für eine Mark 0,35 Gramm Gold oder 1/90 Unze bzw. aktuell 18 Dollar, 13 Euro rechnet.

Silber – König Salomons Streitwägen und Kampfrösser

Kaufkrafterhaltung historisch betrachtet

Während Gold, wie wir gesehen haben, die Kaufkraft mit etlichen Auf und Ab soweit ganz gut erhalten hat, klappte dagegen der Werterhalt mit dem Silber nicht so ganz. Dies ist schon allein angesichts der Tatsache einleuchtend, dass die Gold-Silber-Ratio von 1 zu 10 bis 1 zu 15 in der antiken Welt bis auf 1 zu 100 verfiel. D.h. Silber verlor im Vergleich zu Gold (gehen wir mal vom für die europäische Antike wichtigeren Wert von 1:14 aus) praktisch bis zu 6/7 (85%) seines Wertes.

Hätte man also für unser Anzugbeispiel in der Antike rund 14 Unzen Silber benötigt, wäre man im Jahr 2000 für den Wunsch, um 14 Unzen Silber (rund 70 Dollar) einen Anzug samt Gürtel und Schuhe zu bekommen, wohl für verrückt erklärt worden. Inzwischen sieht die Sache etwas besser aus, aber auch mit 450 Dollar oder 320 Euro befindet man sich im unteren Bereich für Anzug, Schuhe und Gürtel. Der Verfall des Silberpreises in Relation zu Gold setzte bereits 1880 ein und begründet sich mit dem Übergang auf den Goldstandard anstelle des früheren Gold/Silber-Dualismus im Geldwesen. In der Folge litt der Silberpreis bis zur Jahrtausendwende an den ungeheuren Silbermengen, die durch das Einschmelzen nicht mehr benötigter Silberreserven- und Münzen frei wurden.

Beim Silberpreis ist auch König Salomon eine beliebte historische Figur. Der weise und streitbare König (um 1000 v. Chr.) zahlte für Pferde, die damals unter den Israeliten noch wenig gebräuchlich waren, 150 Silberschekel (http://www.bibelwissenschaft.de/). Wieviel ein Schekel zur Zeit Salomos war, ist leider nicht ganz sicher. Manche Experten gehen von 11,4 Gramm aus, was rund einer Drittel Feinunze entspricht. Demzufolge hätte ein Pferd 50 Unzen gekostet, das wäre selbst beim heutigen Silberpreis von 30 Dollar mit 1500 Dollar recht billig. Das heißt aber, Silber hat massiv an Wert verloren. Wäre Silber wieder bei einer Gold-Silber-Ratio von 14, also bei knapp 120 Dollar, dann wäre ein Pferd immerhin 6000 Dollar wert.

Wenig hilft uns auch der Streitwagenkauf Salomons weiter. Angeblich zahlte Salomon für Luxusstreitwägen je nach Quelle 600 Lot Silber, was 10 kg sein sollen (http://www.spiegel.de/), nach anderen Quellen zahlte er aber 20 kg (http://www.deraktionaer.de/). Beim aktuellen Silberpreis wären dies rund 10.000 oder 20.000 Euro, bei einer Gold-Silber-Ratio von 14 sogar 40.000 bzw. 80.000 Euro. Nur, was soll einem Streitwagen entsprechen? Ein Kleinpanzer oder ein PKW? Immerhin, einen PKW der Einsteigerklasse könnte man sich mit Müh und Not noch leisten beim aktuellen Silberkurs, vor 10 Jahren hätte es allerdings gerade für ein wenig spektakuläres Rennrad oder Mountainbike gereicht!

„Nichts Genaues weiß man also leider nicht“, da sich auch die Umrechnungen der Gewichtseinheiten in der alttestamentarischen Zeit mehrfach änderten, aber eines ist zumindest gewiss: Der bessere Wertspeicher ist Gold, zumindest seit dem 19. Jahrhundert. Was andererseits auch eine gewisse Aufholphantasie bei Silber birgt!

(Quelle: www.foonds.com)

Eine wichtige Anmerkung und Ergänzung zu diesem Textabschnitt.

Zu Zeiten der Ägypter war das Gold Silber-Ratio (GSR) 0.5/1, das hiesse heute 2 Unzen Silber für eine 1 Unze Gold!!Die Ägypter haben dem Silber grundsätzlich einen höheren Wert beigmessen als für Gold. Die echten Gründe liegen wohl eher darin verborgen, dass mit den damaligen Methoden Silber nur viel mühsamer gewonnen werden konnte. Während den letzten 4’000 Jahre wurde kontinuierlich immer mehr Silber aus der Erdkruste geholt als Gold. Insgesamt wurden bis heute etwa 5.5 Milliarden Unzen Gold und rund 50 Milliarden Unzen Silber gefördert. Silber kommt in der Erdkruste rund 10 – 12 Mal häufiger vor als das gelbe Metall. Diese Tatsache dürfte mit Abstand der wichtigste Grund dafür sein, dass Silber die letzten 500 Jahre gegenüber Gold kontinuerlich an Wert oder Kaufkraft einbüsste. Und obwohl Silber DAS Zahlungsmittel Nummer 1 war, steckt wohl diese Erfahrung oder Erkenntnis tief in unseren Genen oder unserem Unterbewusstsein, dass Silber in vielen Phasen Kaufkraft gegenüber Gold einbüsste. Seit dem frühen Mittelalter wurde der „Markt“ mit physisch Silber im Vergleich zu Gold geflutet. So war es nur eine Frage der Zeit, bis das weisse Metall im Vergleich zum gelben edlen Metall an Kaufkraft einbüsste….ABER, damit ist eigentlich schon lange Schluss!

Zur aktuellen Angebots- und Nachfrage-Situation beim Silber folgender Video:

So, das war der erste Teil, der zweite folgt sogleich!

Oliver Disler

alias silberguru.ch