BUBA: Die Bilanz des Wahnsinns

Ein Beitrag von www.querschuesse.de

Heute veröffentlichte die Deutsche Bundesbank (BUBA) ihren Monatsbericht und damit auch die Daten zur Bilanz für den Monat April und diese Daten sind wieder ein Highlight für jeden kritischen Beobachter. Die Bilanzsumme der BUBA stieg im April 2012 auf 1,0313 Billionen Euro, eine seit Monaten ungeheure Bilanzausweitung, vor allem als Produkt der Ausweitung der Target2 Forderungen. Im Gegenzug ertrinkt das deutsche Bankensystem in Liquidität und bunkert diese fleißig in der Einlagefazilität der BUBA. Die BUBA wird immer größerer Nettoschuldner des deutschen Bankensystems, während auf der anderen Seite der Bilanz der BUBA die Vermögenswerte (Aktiva) immer fragwürdiger werden.

Die Entwicklung der Bilanzsumme der Bundesbank im Chart mit den monatlichen Daten seit Januar 2002. Im April 2012 betrug die Bilanzsumme 1031,3 Mrd. Euro, nach 1002,8 Mrd. Euro im Vormonat und nach 610,1 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Zum Durchschnitt des Jahres 2002 ist die Bilanzsumme bis April 2012 um das 4,62-fache angestiegen!

Die Entwicklung der Target2 Forderungen als Bestandteil der Aktiva-Seite der Bundesbankbilanz seit Januar 2002 bis April 2012 in Prozent im Chart. Im April 2012 erklomm der Anteil der Target2 Position mit 644,182 Mrd. Euro an den gesamten Vermögenswerten der Bundesbank von 1031,3 Mrd. Euro relevante 62,46% und damit erneut einen neuen Rekord.

Der Target2 Saldo der Deutschen Bundesbank, eine Nettoforderung auf der Aktiva-Seite der Bilanz in Mrd. Euro seit Januar 1999 im Chart. Im April 2012 stieg die Forderung (positiver Target2 Saldo) um 28,230 Mrd. Euro zum Vormonat, auf +644,182 Mrd. Euro.

Marginal stieg auf der Aktiva-Seite der BUBA die Kreditgewährung an die deutschen Kreditinstitute im April:

Die Entwicklung der Forderungen aus geldpolitischen Operationen (Kreditgewährung an deutsche Banken) der BUBA seit Januar 2002 bis April 2012. Im April 2012 stiegen die Forderungen der BUBA an die Banken aus den Refinanzierungsgeschäften marginal, um +0,294 Mrd. Euro zum Vormonat auf 74,900 Mrd. Euro. Zum Hoch im Oktober 2008 betrug die Kreditgewährung 297,149 Mrd. Euro.

Warum sollten auch alle halbwegs aufgestellten deutschen Finanzinstitute Liquidität saugen, sie ertrinken bereits darin, auch im April rollte die Zentralbankgeldwelle via Target2 grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr über das deutsche Bankensystem hinein. In ihrer “Not” bunkern die deutschen Geschäftsbanken die an sie verbrachte Zentralbankliquidität in der Einlagefazilität und in der Termineinlage der BUBA:

Die Entwicklung der Einlagefazilität der BUBA seit Januar 2002 bis April 2012 in Mrd. Euro im Chart. Im April 2012 bunkerten deutsche Banken Zentralbankgeld in Höhe von 276,900 Mrd. Euro in der Einlagefazilität, nach 248,200 Mrd. Euro im Vormonat und nach 11,698 Mrd. Euro im Vorjahresmonat. Dies ist Überschussliquidität in Zentralbankgeld der deutschen Banken, welche derzeit in Ermangelung eines funktionstüchtigen Interbankenmarkts (Kreditvergabe der Banken untereinander) in der Einlagefazilität zu einem Zinssatz von nur 0,25% im Jahr geparkt wird.

Auch im April 2012 floss ein adäquate Anstieg der Target2 Forderung, also der Zufluss aus dem grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr an deutsche Banken in Zentralbankgeld in Höhe von +28,231 Mrd. Euro in die Einlagefazilität der BUBA mit +28,700 Mrd. Euro.

Damit nicht genug, die nationalen Zentralbanken im Eurosystem (NZBs) können zusätzlich auch Termineinlagen anbieten (liquiditätsabsorbierende Operation des Eurosystems), die BUBA macht davon Gebrauch und die deutschen Banken bunkern auch hier zusätzlich zur Einlagefazilität ihre Zentralbankliquidität:

Die Entwicklung der Termineinlagen der Banken bei der BUBA im Chart, diese Möglichkeit gewährt die BUBA erst seit kurzem und sie wird genutzt. Im April 2012 legten deutsche Banken Zentralbankgeld in Höhe von 142,400 Mrd. Euro in den Termineinlagen der BUBA an, nach 145,394 Mrd. Euro im Vormonat und nach 36,329 Mrd. Euro im Vorjahresmonat.

Einlagefazilität und Termineinlage zeigen auf der Passiva Seite der BUBA-Bilanz die historisch einmalige Situation an, denn parallel zur Traget2 Forderung auf der Aktiva Seite spielte auch die Einlagefazilität bis Ende 2007 keinerlei Rolle und die Termineinlage bis sogar Anfang 2010. Im Zuge dieses Wahnsinns im Eurosystem, der die wirtschaftlichen Ungleichgewichte abbildet, die in einer Zahlungsbilanzkrise der PIIGSBF-Staaten mündete und nur mit Zentralbankgeld kaschiert wird, mutiert die BUBA zum Nettoschuldner des eigenen Bankensystems. Denn bestimmt man die Nettoforderungen/Nettoverbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten, so wie es im konsolidierten Wochenausweis des Eurosystems, aus Aktiva Position 5.0 (Forderungen aus geldpolitischen Operationen gegenüber Banken) abzüglich Passiva Positionen 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4.0 getan wird, ist die BUBA massiver Nettoschuldner:

Die Entwicklung der Nettoforderungen/Nettoverbindlichkeiten der BUBA gegenüber den deutschen Kreditinstituten in Mrd. Euro seit Januar 2002 bis April 2012 im Chart. Die BUBA mutierte in Turbogeschwindigkeit vom Nettogläubiger zum Nettoschuldner der deutschen Banken (MFIs -Monetary Financial Institutions). Im April 2012 betrug die Nettoverbindlichkeit -344,400 Mrd. Euro, nach -319,014 Mrd. Euro im Vormonat und nach +16,795 Mrd. Euro als noch Nettogläubiger im Vorjahresmonat! Die Mindestreserve als Einlage der deutschen Banken bei der BUBA bleibt bei dieser Betrachtung außen vor, da die Mindestreserve eine feste Verpflichtung der Banken ist.

Der ganze geldpolitische Wahnsinn zeigt sich auch im Anschwellen der Auslandsposition der BUBA, dem Anhäufen von immer mehr uneinbringbaren Forderungen, denn die BUBA, als de facto öffentliche Hand kumuliert immer mehr Forderungen, die letztlich die Verwerfungen der Eurozone abbilden:

Die Entwicklung der Brutto-Auslandsposition der BUBA seit Januar 1999 bis April 2012. Im April 2012 stieg die Brutto-Auslandsposition der BUBA, also die Forderungen auf der Aktiva-Seite der Bilanz gegenüber dem Ausland auf +909,192 Mrd. Euro, nach +875,780 Mrd. Euro im Vormonat und nach +502,690 Mrd. Euro im Vorjahresmonat.

Nach Abzug der Auslandsverbindlichkeiten ist die BUBA mit +893,879 Mrd. Euro Nettoauslandsgläubiger, noch im Januar 1999 waren es nur +87,146 Mrd. Euro! Den Hauptanteil an dieser Nettoauslandsposition der BUBA tragen die Target2 Forderungen. Dadurch das die Banken nicht mehr die Südperipherie der Eurozone finanzieren und diese auch ihre bestehenden Positionen zurückgefahren haben und das Eurosystem und damit vor allem die BUBA in die Bresche sprang, springen musste, liegen nun nahezu alle Risiken aus den Verwerfungen und Fehlentwicklungen in der Eurozone in der öffentlichen Hand, damit wurde im Nachhinein betrachtet auch der deutsche XXL-Exportboom von der öffentlichen Hand finanziert. Während jedoch Exporteure ihre Schäflein ins Trockene bringen konnten, deutsche Banken sogar Nettogläubiger des Eurosystems wurden, werden in der Endkonsequenz eines Tages die deutschen Steuerzahler den Turmbau zu Babel, ein Ponzi Scheme, tragen müssen.

Mittlerweile besteht fast das gesamte Nettoauslandsvermögen der Deutschen, in Forderungen der BUBA gegenüber dem Ausland und die Qualität dieser Forderungen ist äußerst zweifelhaft. Die Target2 Forderungen gehören dazu, sie sind nicht nur Forderungen (Vermögenswert) der BUBA, auch der mit Abstand größte Posten in der Auslandsposition der BUBA, sondern sie fließen auch in den Vermögenstatus der Bundesrepublik Deutschland ein, dem NIIP (Net international Investment Position). Das NIIP ist die Saldierung aller Auslandsforderungen und Auslandsverbindlichkeiten, der Vermögensstatus eines Landes und spiegelt die Nettoauslandsverschuldung oder eben das Nettoauslandsvermögen einer Volkswirtschaft wider. Zuletzt in Q4 2011 betrug das NIIP Deutschlands +933,670 Mrd. Euro. Es dürfte in Q1 2012 weiter gewachsen sein, vor allem der darin enthaltene Anteil der BUBA-Auslandsforderungen (Target2).

Die Bilanz der BUBA und die darin enthaltene Target2 Forderung sind Bestandteil des Mahnmals für den ökonomischen Aberwitz einer Währungsunion von Volkswirtschaften mit sehr unterschiedlicher Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit, von Unterschieden die sich seit Bestehen des Euro immer weiter ausbauten, statt sich zu schließen und deren ziemlich letzter Kitt noch Zentralbankgeld ist, als Rücklaufsperre vor der Zahlungsunfähigkeit der wirtschaftlichen Verlierer innerhalb der Währungsunion. Auch die letzten Narren werden irgendwann schmerzhaft erfahren müssen, dass wenn die Forderungen nicht mit wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit der Schuldner unterlegt werden, diese schlicht ausfallen werden, mit all den Konsequenzen auch für die Gläubiger!

Quelle des Beitrags: www.querschuesse.de

Quelle Daten: Bundesbank.de/Monatsbericht Mai 2012, Bundesbank.de/Statistik/Zeitreihen

„Neue Deutsche Mark“ (NDM) wird gedruckt

Berlin hat grünes Licht für den Druck der neuen DM gegeben. In einem Geheimpapier wurde die Bundesbank angewiesen, Vorbereitungen für eine Rückkehr zur „Neuen Deutschen Mark“ zu treffen. Die Währungsreform soll für die Deutschen glimpflich ablaufen. Deutsche Banken begrüßen das Vorhaben.

Was bis vor kurzem noch entschieden dementiert wurde, wird nun offenbar doch in Kürze Realität. Wie aus mit der Angelegenheit vertrauten Personen aus Berliner Regierungskreisen zu hören war, gibt Bundeskanzlerin Merkel nun grünes Licht für die Rückkehr zu einer nationalen Währung. Das geht aus einem Geheimpapier hervor, welches bereits letzte Woche an die Bundesbank geschickt wurde.

Darin weist der Finanzminister die deutsche Notenbank an, Vorbereitungen für die Einführung einer nationalen Währung in Deutschland zu treffen. Die Bundesbank hat dem Vernehmen nach offenbar schon Kontakt mit der Bundesdruckerei aufgenommen. Die neue Währung soll NDM heißen: „Neue Deutsche Mark.“

Auch die größten deutschen Banken wurden bereits in den Plan eingeweiht um entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Deutsche Bank und Commerzbank waren im Beratungsteam der Regierung von Anfang an vertreten. Martin Blessing, Chef der Commerzbank und Josef Ackermann begrüßten den Schritt und bestärkten die Regierung in ihrem Vorhaben. Ackermann wurde mit den Worten zitiert: „Das ist das beste, was Merkel machen kann. Es ist gut für Deutschland und es ist gut für Europa. Nun können die anderen endlich abwerten und aufatmen. Deutschland dagegen wird von der Euro-Fessel befreit“.

Damit reagiert die Regierung auf den wachsenden Druck aus Brüssel, nicht nur immer höhere Rettungspakete zu schnüren, für die am Ende die Deutschen haften müssen. Auch die faktische Außerkraftsetzung des deutschen Parlaments ist den Politikern ein Dorn im Auge. Selbst Finanzminister Schäuble wurde mit den Worten zitiert: „So kann es nicht mehr weitergehen.“

Obwohl Schäuble die Aufstockung des neuerlichen Rettungspaketes offiziell durch gewinkt hatte, soll er intern sehr erzürnt gewesen sein, dass Brüssel immer höhere Summen fordert, ohne dass deutsche Politiker befragt oder konsultiert würden.

Kritik aus Berlin wird in Brüssel ignoriert. EU-Präsident Herman von Rompuy soll die ablehnende Haltung deutscher Regierungskreise mit dem Verweis auf die Kanzlerakte abgeschmettert haben. Von Rompuy verwies demnach in harschen Tönen darauf, dass sich jeder deutsche Kanzler gemäß der Kanzlerakte nicht nur dem Willen der Alliierten zu unterwerfen habe, sondern in letzter Konsequenz auch dem Diktat aus Brüssel. Dies sei schließlich so unterschrieben worden, auch von Bundeskanzlerin Merkel.

Aus diesem Teufelskreis will Berlin nun ausbrechen. EU-Kreise sind über das Vorhaben Deutschlands nicht informiert, um den Überraschungseffekt zu verstärken. Aus dem Finanzministerium war zu hören, dass die Euro-Gruppe erst im letzten Moment informiert wird. Als Datum gilt der 27.5.2012 (Pfingsten).

Die Einführung der Neuen Deutschen Mark ist dann eine Woche später am 3.6.2012 geplant. Nach der internen Planung sollen auf die Bürger keine neuen Belastungen zukommen. Mit einem Tauschkurs 2:1 (Zwei Neue Deutsche Mark gegen einen Euro) dürfte die Währungsreform für die Menschen glimpflich ablaufen, wird im Finanzministerium argumentiert. Die anschließend prognostizierte enorme Aufwertung der Neuen Deutschen Mark gegenüber den Restwährungen dürften den Deutschen dagegen große Vermögenszugewinne bescheren.

Quelle: www.mmnews.de